FAQ' s Krankenhaus Stenum
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4. Ich bin 42 Jahre alt und habe eine Kreuzbandverletzung erlitten. Muß das operiert werden?
Das kommt auf den Untersuchungsbefund an. Die früher geltende Regel, dass über 40 keine Op mehr erfolgen sollte hat sich durch die endoskopische Technik relativiert. Bei einer merklichen Instabilität(=Unsicherheit) ist eine Kreuzbandoperation ernstlich zu erwägen.

5. Kann man eine Kreuzbandoperation endoskopisch durchführen?
Ja, das ist heutzutage Standard. Es gibt zwei konkurrierende Methoden:
Die Verpflanzung einer Kniekehlensehne (semitenndinosus)
Die Verpflanzung eines Teiles der Kniescheibensehne (Patella). In unserem Haus wird die Patallarsehnentechnik bevorzugt.

6. Ich kann seit etwa 5 Monaten nicht mehr auf der linken Schulter schlafen. Mein Arzt hat eine Schleimbeutelentzündung diagnostiziert. Gibt es endokopische Behandlungsooptionen?
Ja, Ihre Symptome sind typisch für das Impingementsyndrom, eine Enge im Schulternebengelenk. In vielen Fällen kann durch eine endoskopische Erweiterung dieses Nebengelenkes eine Heilung herbeigeführt werden.

7. Mein Ellenbogen verhakt sich gelegentlich, und ich kann mein Ohr nur noch mit Mühe mit der Hand erreichen. Was kann man tun?
Es handelt sich vermutlich um einen freien Gelenkkörper bei einem beginnenden Verschleiß. Durch die Entfernung des freien Körpers und eine Glättung der Gelenkflächen können einerseits die Einklemmungen beseitigt und andererseits die Beugungsfähigket verbessert werden. Dieses wird durch die endoskopische Technik durchgefürt.

8. Mir schlafen nachts die Finger ein und die Fingerspitzen des Daumens und des Zeigefingers sind taub. Mein Arzt hat ein Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert. Gibt es hierfür eine minimalinvasive Therapie. Ich habe Angst vor Wundheilungsstörungen.
Die Therapie besteht in der Spaltung des Ringbandes. Dieses wird traditionell über einen 4-5 cm langen Schnitt in der Hohlhand durchgeführt. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit über ein Endoskop diese Ringbandspaltung durchzuführen. Der Schnitt beträgt dann 0,5 cm. Größere Untersuchungen haben ausgewiesen, daß diese Methode genauso zuverlässig ist, wie die Behandlung mit dem Schnitt. Wir wenden diese Methode ausschließlich an

10. Nach meinem Knöchelbruch bin ich bleibend gehbehindert. Ich kann nicht mehr vernünftig abrollen. Auch eine Schuhzurichtung hat nur eine geringe Linderung herbei geführt. Gibt es noch Behandlungsoptionen?
So wie Sie den Fall beschreiben, ja. Zunächst ist eine Reinigung des oberen Sprunggelenkes über eine Endoskopie sinnvoll. In 80% der Fälle wird dann eine deutliche Schmerzlinderung und Verbesserung der Bewegungsfähigkeit erreicht. In seltenen Fällen ist eine Versteifung eine sichere Behandlungsoption. Diese wird endoskopisch unterstützt. Nach Ausheilung der Versteifung ist das Gelenk in der Regel schmerzfrei. Durch die Bewegungsfähigkeit in den angrenzenden Gelenken ist eine Gehfähigkleit mit minimaler Schuhzurichtung möglich.

11. Wie lange ist der Krankenhaus Aufenthalt nach:
- Arthroskopie des Knies: von ambulant bis max 5 Tage
- Schulter: dito Knie
- Knie-Endoprothese: ca 7-12 Tage
- Hüfte-Endoprothese: ca 7-12 Tage
- Wirbelsäule: (nach Bandscheiben-OP zwische 5-10 Tagen, Spondylodese: ca 14-20 Tage)

Nach einer Hüftgelenkersatzoperation bleiben Sie durchschnittlich 2-3 Wochen in unserem Krankenhaus. Bereits einen Tag nach dem Eingriff werden Sie auf die Beine gebracht und durchlaufen mit täglichen Steigerungen mit Unterstützung unserer Physiotherapeuten Ihr Remobilisierungsprogramm. Am Tag der Entlassung sollen Sie sich sicher und mobil fühlen.

Ganz ähnlich ist das Procedere nach der der Kniegelenksoperation.

12. Können nur Privatpatienten behandelt werden?
Nein: Wir behandeln Kassenpatienten sowie auch Privatpatienten. Der Anteil der Privatpatienten liegt etwa bei 30 %

13. Wann kann ich mich wieder normal bewegen nach einer primären Hüftendoprothese?
In der Regel werden Sie am 1. Tag nach der Operation mobilisiert unter physiotherapeutische Anleitung. Während Ihres Aufenthaltes, 2-3 Wochen, werden Sie so große Fortschritte machen, dass Sie sich sicher fühlen das tägliche Leben zu meistern. Einige kleine Bewegungseinschränkungen sollten Sie in der Anfangsphase von ca 8 Wochen beachten. So müssen in dieser Zeit bestimmte Bewegung vermieden werden, etwa Außenrotation des Beines und tiefes Sitzen. Genaue Instruktionen erhalten Sie natürlich während Ihrer Rehabilitationsphase .

14. Wie lange werde ich arbeitsunfähig sein nach einer Gelenkersatzoperation?
Bis zur Konsolidierung 6-8 Wochen.

16. Ich stehe vor einer Hüftoperation: Meine grösste Befürchtung habe ich vor der Komplikation einer Infektion. Ist die berechtigt?
Generell ist jede Operation mit einem gewissen Risiko verbunden. Mit diesem Wissen und unserem Respekt vor etwa dem Risiko einer Infektion handeln wir entsprechend: durch exakte Operationsverfahren, Einsatz moderner Technik, top-geschulten und verantwortungsbewussten Mitarbeitern und akribischen Wundinfektionsplanungen haben wir ein Infektionsrisiko im Pomill-Bereich, das sicherlich deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

17. Muss ich mich nach einem nachgewiesenen Bandscheibenvorfall operieren lassen?
Ein nachgewiesener Bandscheibenvorfall, z.B. durch ein Kernspintomogramm, ist nicht zwangsläufig die Indikation zu einem chirurgischem Eingriff. Grundsätzlich gilt: Indikation für die Therapieart sind die Symptome und der Symptomverlauf. Schliesslich behandeln wir Sie und nicht die Röntgen- bzw Kerspinbilder. Anders herum, starke Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in die unteren Extremitäten, Taubheitsgefühl und andere neurologische Defizite – bishin zu Lähmungserscheinungen können durch einen BS-Vorfall - verursacht werden; der chirurgische Eingriff ist dann die unbedingte Empfehlung.

18. Ich bin schon einmal operiert wurden und hatte nach der Narkose noch Tage lang Probleme. Muss ich jetzt wieder damit rechnen?
Zunächst einmal: Narkose ist nicht gleich Narkose. Die Narkose ist ein ganz wesentlicher Teil des operativen Eingriffs, der überhaupt nicht zu unterschätzen ist. Daher werden Sie im KH Stenum einer genauen Voruntersuchung unseres erfahrenen Narkoseteams unterzogen. In einem präoperativen Gespräch wird dann zusammen mit Ihnen entschieden, welche Art der Narkose für Sie die beste ist. Die Häufigkeit etwaiger Zwischenfälle während und nach der Operation kann dadurch erheblich reduziert werden.

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